Trento 2011

Weihnachten (24.12.2011)

So, seit Sonntag bin auch ich wieder in Deutschland angekommen. Nachdem wir einen tollen Tag in Mailand hatten und am Abend noch in einen tollen Club gegangen sind, habe ich mich direkt danach auf den Weg zum Flughafen gemacht. Das meine Mitflieger wahrscheinlich nicht ganz so gefreut, denn nach einigen Stunden Party machen und den entsprechenden Getränken, war sowohl mein Anblick, als auch alles Weitere nicht so freundlich. ;) Aber egal! In Berlin angekommen wurde ich wunderprächtig empfangen und hatte natürlich gar keine Lust mehr, an Schlafen zu denken, denn es gab ja einiges zu erzählen. Auch die nächsten Tage wurden größtenteils damit verbracht überall mal vorbei zu schauen und so viel wie möglich zu berichten. Am Mittwoch ging es dann nach Erfurt. Und aus irgendeinem Grund, ist auf Erfurt verlass. Es wird einfach immer mega toll! Wieder ohne viel Schlaf ging es dann am Freitag wieder nach Hause, wo auch der Rest der Familie eingetroffen ist. Jetzt kann Weihnachten kommen!!

Ich wünsche Allen ein wunderschönes und stressfreies Weihnachtsfest. Lasst es euch gut gehen mit der ganzen Familie und allen Freunden!

Nicht zu vergessen: Rutscht gut ins neue Jahr! Wir sehen uns 2012!! ♥

Der letzte Advent in Italien (11.12.2011)

Ja, jetzt geht es hier Schlag auf Schlag!

Da ich eigentlich zu nächster Woche einen Aufsatz schreiben muss, werde ich heute einen neuen Eintrag schreiben, nachdem ich schon geputzt und die Wäsche gewaschen habe. :)

Dafür habe ich aber am Freitag schon etwas geschafft und mich dann am Abend mit einem super Pasta-Essen in einem tollen kleinen Ristorante belohnt. Natürlich waren wir dann länger unterwegs, als geplant war und es war nicht so einfach am nächsten Morgen pünktlich aufzustehen. Aber wir hatten ja ein tolle Ziel. Es ging nach Bologna! :) Wir sind richtig früh los gefahren, damit wir ordentlich viel Zeit haben. In Bologna angekommen wurden wir von der Polizei sofort in eine der Hauptshopping-Straßen geleitet, nur, weil wir wissen wollten wo die Touristeninformation ist, damit wir einen Stadtplan bekommen. Naja, das wurde dann relativ schnell nebensächlich. Als dann auch noch der Hunger einsetzte, war klar, dass wir in Bologna Pasta Bolognese essen müssen. In der Praxis bedeutet das, Fergie hat die Bolognese gegessen und ich hab mal probiert. Ansonsten gab es für mich Carbonara, die auch sehr lecker war. (Für mich definitiv besser, als die Bolognese. ;) )

Frisch mit Energie aufgeladen, haben wir uns noch „kurz“ in den nächsten Zara gestürzt und dann ging es endlich in die erste Kirche. :) Tja, und ab da hatten wir die Altstadt von Bologna erreicht und es gab an jeder Ecke etwas zu sehen. Und es war alles so schön weihnachtlich geschmückt! Wer in Bologna nicht in Weihnachtsstimmung kommt, für den ist das wohl einfach das falsche Fest. Schade!! Nach dem wir ein bisschen planlos waren, wie wir zu unserer letzten Station auf dem Sehenswürdigkeitenplan kommen (wir hatten ja keinen Stadtplan), musste das tolle Italienisch herhalten und uns wurde der Weg beschrieben. Der führte an einem kleinen Antik-/Flohmarkt vorbei, der natürlich erstmal unsere Aufmerksamkeit bekommen hat. Dann ging es aber weiter zu Santo Stefano. Nach einem langen Tag und viel Fußmarsch sind wir in ein kleines Café, das wunderhübsche Torten im Schaufenster hatte. Da konnte man einfach nicht widerstehen.

Danach ging es nur noch zum Bahnhof und wieder ab nach Trento. Leider! :(

Advent, Advent (08.12.2011)

Ja, mich gibt es auch noch. Da ich in der letzten Zeit entweder kein Internet oder keine Zeit hatte, kommt jetzt endlich mal wieder ein Update. :)

Das Wochenende nach meinem Geburtstag habe ich ziemlich ruhig in Trento verbracht. Was nicht bedeutet, dass wir unserem Lieblingsclub Cantinotta keinen Besuch abgestattet hätten, aber es waren irgendwie ziemlich entspannte Tage. Am Samstag waren wir sogar Enten füttern. Danach ging es zu einem polnischen Dinner. Es gab mit Spinat gefüllte Eierkuchen. Mhmmm! Super lecker! Allerdings hatte ich noch am nächsten Morgen den Geschmack von Knoblauch im Mund. Aber das hat sich gelohnt. Eigentlich wollten wir am Sonntag nach Merano fahren. Nachdem wir auch schon alle ganz fleißig unsere Tickets gekauft haben, hat sich herausgestellt, dass die Züge an diesem Tag alle ausfallen, denn es wird mal wieder gestreikt. Letzten Endes sind wir durch Trento gelaufen und haben uns vorgestellt wir wären in Merano. :) Hat auch was…

Die Woche war wieder mit den üblichen Dingen ausgefüllt, wie Uni, lernen und Sprachkurs. Am Mittwoch waren wir bei einem Basketballspiel. Das war zwar ganz spannend, aber zu unserer Überraschung sind selbst dort keine großen Männer anzutreffen. ;) Aber Trento hat gewonnen und das war ja die Hauptsache. Donnerstag gab es dann mal ein typisch deutsches Studentenessen: Erbsen, Kartoffeln und Cordon Bleu. Danach ging es auf eine Party hier in Vela, auf der sogar mal wirklich einige Italiener waren.

Am Freitag ging mein Weihnachtsmarkt-Marathon los.

Als Erstes ging es Freitag Mittag nach Bolzano. Dort sind wir durch die Stadt geschlendert und natürlich auch auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Der war schon mal besser, als der in Trento, aber wirklich vom Hocker hat er mich nicht gerissen. Vor allem, weil man nur Gutes darüber gehört hat. Aber gut, die Speckbrezel war auf jeden Fall super. ;)

     

Da Bolzano nicht gereicht hat, kam am Samstag endlich das Ticket nach Merano zum Einsatz. Und das war wirklich toll. Die Stadt ist so niedlich. Als wir aus dem Zug gestiegen sind, hatten wir zwar erst das Gefühl, wir werden in Kürze wieder zurück fahren, denn die ganze Stadt schläft, aber da waren wir auch noch nicht im Zentrum. Das Städtchen ist wirklich schön, man kann toll shoppen und der Weihnachtsmarkt war einfach klasse. Dort haben wir uns dann auch wirklich den Bauch voll geschlagen und sind erst spät mit vollen Einkaufstüten wieder nach Trento gefahren.

  

Aber das ist noch nicht genug! Am Sonntag ging es dann mit der gesamten ESN-Gruppe und 140 Studenten nach Innsbruck. Dort haben wir uns erst die Stadt von einem Aussichtspunkt aus der Höhe angesehen, bevor es in das Stadtzentrum ging. Eigentlich sollten wir dann eine Stadtführung bekommen, aber dass das alles nicht so läuft, wie es geplant war, sind wir von den ESN-Ausflügen nun schon gewohnt gewesen, deswegen waren wir diesmal vorbereitet. Leider ist Innsbruck wirklich nicht groß und wir hatten viel Freizeit. Aber auch die Stadt ist sehr schön gewesen und mal was ganz anderes zu den italienischen Städten sonst. Das Besondere ist, das jedes Haus in einer anderen Farbe gestrichen ist. Das macht die Stadt sehr freundlich. Der Weihnachtsmarkt in Innsbruck ist über die ganze Stadt verteilt, was seine Vor-und Nachteile hat. Ich persönlich mag es lieber, wenn es einen richtigen großen Weihnachtsmarkt gibt. Als wir mit der Stadtbesichtigung fertig waren und immer noch zwei Stunden bis zum Treffpunkt hatten, haben wir uns entschlossen Schlittschuh zu laufen. Auf einem Platz mitten in der Stadt konnte man Schuhe ausleihen und schon ging es los. Das war ziemlich witzig und wir haben uns die Zeit gut vertrieben. Bevor wir uns für den Aperitivo getroffen haben, haben wir uns auf dem Weihnachtsmarkt noch mit Kiachl mit Sauerkraut gestärkt. Eine Tiroler Weihnachtsspezialität, die ich sehr lecker fand. Noch einen Waffel-Lolly als Nachtisch und ab ging es zum Treffpunkt. Dort gab es dann Glühwein für alle, was ein super Abschluss für den Tag war.

    

Leider existieren Montag und Dienstag nicht wirklich für mich, denn ich hab diese Tage so gut wie durch geschlafen. Ich wusste nicht, dass das möglich ist, aber wahrscheinlich musste das irgendwann mal kommen.

Nichtsdestotrotz ging es am Mittwoch schon wieder rund. Erst hieß es einkaufen, denn am Abend stand unser Weihnachtsessen an und wir waren immer noch etwas planlos, was das Essen anbetraf. Zum Glück hat es uns der Supermarkt dann sehr einfach gemacht. Nachdem die Schätze gut verstaut wurden haben Fergie und ich uns auf die Suche nach dem großen Intimissimi/Calzedonia Outlet gemacht. Die Adresse raus zu bekommen ist ja dank Internet kein Problem. Die Goldgrube soll sich in Avio befinden, mit dem Zug nur eine halbe Stunde von Trento entfernt. Also los! :) Und damit ging es eigentlich auch schon los. Als der Zug in Avio ankam, konnten wir leider nicht aussteigen, da sich die Türen nicht geöffnet haben und wir mussten mit ansehen, wie der Zug Avio verlassen hat und weiter fuhr. Im nächsten Dorf, Borghetto, konnten wir dann raus, mussten allerdings eine halbe Stunde auf den Zug in die andere Richtung warten. Und wirklich, in Borghetto gibt es NICHTS!! Wir hatten so großen Hunger, aber sogar der Mini-Supermarkt hatte zu. Es blieb uns also nichts weiter übrig, als es uns am Bahnhof bequem zu machen und auf unseren Zug zu warten. In Avio angekommen, haben wir auch sehr schnell eine junge Frau gefunden, die uns den Weg zum Outlet sehr genau beschreiben konnte. Aber auch da hat es uns fast die Sprache verschlagen. Wir sind am Ende über eine halbe Stunde gelaufen, bis wir endlich an unserem Ziel angekommen sind. Voller Vorfreude haben wir uns dann in die Unterwäsche und Strumpfabteilungen gestürzt, um festzustellen, dass dort echt nur der letzte Ramsch verkauft wird. :-( Das war schon ein ziemlicher Reinfall. Natürlich haben wir aus lauter Trotz und Verzweiflung trotzdem was gekauft. Schließlich muss sich der Aufwand ja wenigstens ein bisschen gelohnt haben. Ganz in der Nähe vom Outlet haben wir sogar eine Bushaltestelle entdeckt, an der ein Bus hält, der nach Trento fährt. Da wir den Zug, den wir eigenltich nehmen wollten definitv verpasst hätten, haben wir uns entschlossen, anstatt eine halbe Stunde zum Bahnhof zu laufen, eine halbe Stunde auf den Bus zu warten. Natürlich war das die falsche Entscheidung. Dafür gab es einige Gründe. Erstens war es langsam spät und es wurde ziemlich kalt. Zweitens ist der Bus nur nach Rovereto gefahren, da mussten wir dann noch mal auf einen anderen Bus nach Trento warten. Drittens waren wir mit dem Bus insgesamt fast zwei Stunden unterwegs. Wir kamen also grade rechtzeitig an, dass ich noch schnell die Einkäufe nach Hause bringen konnte und mich für das Weihnachtsdinner fertig machen konnte. Als ich bei Fergie ankam, waren die zwei Enten schon im Ofen. Dazu haben wir Kartoffeln und Mischgemüse gemacht. Die gesamte Kochprozedur verlief auch sehr erfolgreich. Was vielleicht auch ein bisschen daran lag, dass die Enten schon komplett fertig waren und wir uns nur an die Angaben auf der Verpackung halten mussten. ;-) Aber dann ging es an das Aufteilen der Enten. Ich hatte mich erst bereit erklärt das zu übernehmen, schließlich hatte ich das schon gefühlte 1000 Mal gesehen. Leider hatten wir aber nur ein großes Brotmesser zur Verfügung, was die Sache nicht einfacher gemacht hat. Am Ende hat Christopher die Enten einfach in Scheiben geschnitten und ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Familie geweint hätte, wenn sie das gesehen hätte. Das Problem war dann auch, dass es Personen gab, die bis auf Knochen mit Haut nichts auf ihrem Teller hatten. Aber dafür, dass es für uns alle das erste Mal gewesen ist, das wir so was zubereitet haben, war es super lecker und hat total Spaß gemacht. Als Nachtisch gab es dann auch etwas total einfaches: italienischen Weihnachtskuchen, Panettone. Es war ein toller Abend, mit gutem Essen, vielen Weihnachtsliedern und super weihnachtlicher Stimmung.

 

 

Heute ist Mariä Empfängnis, was in Italien ein Feiertag ist (Freitag damit selbstverständlich auch) und für mich bedeutet, dass ich mich seit langem mal wieder meinen häuslichen und studentischen Pflichten widmen kann. Das Wochenende läutet dann die letzte Woche in Italien für dieses Jahr ein und dabei gibt es noch so viele Dinge, die ich hier noch nicht gemacht habe!! :)

Die Zeit fliegt! (23.11.2011)

Uiuiui, und wieder ist eine Woche und in dieser für mich auch ein ganzes Lebensjahr, vorbei. Jetzt ist es nur noch ein Monat hier in Trento, bevor es mal wieder nach Hause geht. Und ich behaupte einfach mal, dass auch dieser wieder wie im Flug vorbei gehen wird…

Das letzte Wochenende hatte ich aber schon ein bisschen Frankfurter Heimat hier, denn Franzi hat mich besucht. Zusammen haben wir dann am Sonntag letzte Vorbereitungen für die Party am Abend getroffen, bevor es dann auch schon los ging. Als Erstes ist mir aufgefallen, dass die Deutschen wahrscheinlich die Einzigen sind, die es kennen in einen Geburtstag hineinzufeiern. Alle anderen Gäste kamen am Sonntag auch gleich zum gratulieren und konnten nicht verstehen, warum ich denn Sonntag feier, wenn ich doch erst Montag Geburtstag habe. :) Also, gleich mal wieder ein paar Traditionen weiter gegeben. ;)

Die Party war ansonsten richtig toll. Alle haben super mitgefeiert und es ist alles ganz geblieben. Das große Highlight waren wahrscheinlich die Luftballons, mit denen sich ja einige Dinge anstellen lassen. :) Um 06:30 ging es dann für mich für drei Stunden auf die Couch, bevor es dann auch schon wieder „aufstehen!“ hieß. Allerdings nur zum Putzen und frühstücken. Der gesamte restliche Tag wurde damit verbracht sich von der Feier zu erholen, mit Freunden und der Familie zu skypen und am Abend lecker Essen gehen. Besonders hab ich mich aber gefreut, als es an der Tür geklingelt hat und der Postbote ein großes Paket für mich dabei hatte. Wieder mal wurde mir klar gemacht, dass ich wirklich die besten Eltern habe. ;) Danke! Was den Tag an sich betrifft, glaube ich, habe ich noch nie so viel Nichts an meinem Geburtstag gemacht. :)

Am Dienstag bin ich mit Franzi Seilbahn gefahren, damit sie Trento auch einmal von oben sehen konnte. Denn dann sieht man erstmal, dass es gar nicht sooo klein ist, wie man immer denkt, wenn man durch die kleinen Straßen läuft. Danach gab es noch einen letzten Cappuccino, bevor Franzi in den Zug nach Mailand stieg, um wieder nach Litauen zu fliegen.

Tja, und ab da hatte mich der Alltag wieder. Vorbei der Geburtstagstraum, auf ging es nach Hause und Hausaufgaben erledigen. :(

Heute findet in Vela eine afrikanische Geburtstagsparty statt. Mal sehen, ob das anders abläuft. :)

Abschließend nochmal ein großes „DANKE!“ an Alle, die an meinem Geburtstag an mich gedacht haben! ♥

    

I ♥ Rome (13.12.2011)

Jaaa, am Donnerstag war es endlich so weit. In der Nacht um zwei haben wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Rom gemacht. Da wir noch eine andere Gruppe abgeholt haben, die nur aus Spaniern bestand und wir ja schon zu 90% aus Spaniern bestanden, kann man sich vorstellen, wie viel wir im Bus geschlafen haben. Gar nicht! :) Als wir dann endlich gegen Mittag in Rom angekommen sind, sind wir erstmal zu unserem Hostel, dem Rome Accomodation Hostel. Wir vier Mädels hatten leider das schlechteste Zimmer erwischt und trotzdem war unser Zimmer wie ein Bahnhof. Jeder kam und ging, wie er grade lustig war. Eigentlich ganz witzig, nur nicht, wenn sich vier Frauen in begrenzter Zeit fertig machen müssen. ;) Naja, wir haben uns dann auch sehr schnell in das Getümmel gestürzt und Rom erkundet. Nach Santa Maria Maggiore weiter die Via Nazionale am Palazzo delle Esposizioni vorbei und dann zur Vatikanstadt. Wir waren natürlich erstmal überwältigt vom Petersdom und dem dazugehörigem Platz davor. Echt beeindruckend! Um die Chance zu ergreifen Rom auch von oben zu sehen, sind wir zuerst in die Kuppel und mussten dafür 520 Treppenstufen zurücklegen. Aber es hat sich gelohnt. Was für ein schöner Ausblick! Auf dem Weg nach unten ging die Sonne unter und es hat sich uns ein tolles Bild von Rom bei Nacht geboten. Natürlich waren wir aber vor dem Nachhauseweg noch in der Basilika.

               

Da wir uns überhaupt nicht mit den öffentlichen Verkehrsmittel in Rom zurechtgefunden haben, mussten wir eineinhalb Stunden zurück zum Hostel laufen. Aber danach gab es eine Stärkung in einem tollen kleinen Restaurant, bevor wir uns dann auf zur ersten großen ICE-Party (Incontro Culturale Erasmus) gemacht haben. Das war natürlich wieder sehr typisch italienisch organisiert, aber es hat überhaupt nichts daran geändert, dass wir super viel Spaß hatten. Als wir dann endlich in dem Club angekommen sind (Vogue), war es schon mal klasse, mehr als nur eine Tanzfläche zur Auswahl zu haben. Und die Klimaanlage hat funktioniert! Ein Traum. :) Nichts gegen Trento, aber es wäre total super jedes Wochenende mal schnell nach Rom zu kommen. ;) Tja und sowohl bei der ersten, als auch bei der nächsten Party haben wir natürlich viele Leute aus ganz Italien kennen gelernt. Hauptsächlich natürlich Spanier, aber auch ein paar nette Leute aus anderen Ländern. Meine Freundin Fergie und ich haben uns dann aber entschlossen, uns besonders um die Integration ( :) ) „unserer“ Spanier zu kümmern. Denn die werden wir ja schließlich auch wieder sehen. ;)

Obwohl wir am Freitag noch sehr optimistisch waren, was das Frühstück um 9:30 anging, haben wir es Samstag dann doch ausfallen lassen. Aber bei drei Stunden Schlaf sollte das auch kein Problem sein. Und wenn es eines ist, was man in Italien günstig bekommt, dann ist es Frühstück. Fergie und ich haben uns am Samstag mit Manon getroffen, eine Freundin von mir, die ich in Siena kennen gelernt hatte. Zusammen sind wir alle ins Colosseum und danach dann mit dem Sightseeing-Bus durch Rom. Das war eine super Idee, denn dadurch haben wir alles gesehen und konnten uns dann wieder beruhigt für die nächste Party fertig machen. Auf dem Weg ging es noch am Trevi-Brunnen vorbei, denn wir mussten mal wieder für unser Glück sorgen. ;) Nachdem wir also unsere Münze ins Wasser geschmissen hatten ging es zum Hostel. Die Party fand diesmal im Qube statt. Vorher waren wir noch in einer Bar zum Aperitivo, was in Italien bedeutet, dass es ein Getränk gibt und Buffet mit so viel Essen, wie man schafft. Da Berlusconi am Samstag zurückgetreten ist, war in Rom natürlich überall Party-Stimmung. Es war also wieder ein langer, aber diesmal wirklich lustiger Weg in den Club.

 

Nach diesmal zwei Stunden Schlaf, habe ich mich am Sonntag nur noch mit Jana, auch eine Freundin aus Siena, getroffen und wir haben uns mit Kaffee versorgt, bis der Bus um 14:00 wieder in Richtung Trento los gefahren ist. Das mit den Spaniern und im Bus schlafen hatten wir ja auf der Hinfahrt schon verstanden, jetzt hat gar keiner mehr versucht zu schlafen, obwohl die Bilder von unseren Augen Bände sprechen, wie müde wir waren. Dementsprechend viel habe ich dann auch am Montag geschlafen. :)

Gestern hatte sich das dann aber schon wieder erledigt, denn wir hatten den ersten Geburtstag für diese Woche. Das Wochenende wird auch wieder sehr anstrengend werden, denn erstens bekomme ich Besuch und zweitens wird Freitag in Mailand gefeiert und am Sonntag dann hier in Vela. Juhu!!! :)

Gute Laune (10.11.2011)

Zur Erklärung nochmal: Samhain ist ein heidnisches Fest, dass von den Pagan gefeiert wird. Es geht dabei darum, dass an diesem Tag das Tor zwischen Toten und Lebenden offen ist und man sich somit mit den Toten beschäftigt. Bei uns sah das so aus, dass wir irgendwann an dem Abend nur noch Kerzen anhatten und in einem Kreis saßen. Jeder hat dann über tote Verwandte oder Freunde gesprochen. Also, wie sie gestorben sind und was den Menschen ausgemacht hat. Obwohl man nicht unbedingt sagen kann, dass das Jeder gemacht hat, ich beispielsweise nicht. Erstens war die Stimmung sehr gruselig und zweitens natürlich auch traurig. Da auch Personen dabei waren, die ich an diesem Abend das erste Mal gesehen hab, war das Nichts für mich. Aber wir haben danach auch noch über positive Dinge gesprochen, die wir uns von der Zukunft erhoffen und da haben dann auch wieder alle mitgemacht. ;)

Am Montag kam dann Halloween und ich musste die schmerzliche Erfahrung machen, wie es ausgeht, wenn man auf einer englischen Party ist. Der Abend war von Alkohol und Trinkspielen bestimmt, was schon sehr witzig war, aber dazu geführt hat, dass manche Menschen nicht einmal mehr Mitternacht erlebten. Die Partystimmung war natürlich riesig und wir sind später noch tanzen gegangen. Dadurch, dass in Italien Allerheiligen ein Feiertag ist, sind wirklich überall große Partys und die Clubs haben auch alle auf.

Der Rest der Woche war leider ein bisschen langweilig, da viele den freien Tag genutzt hatten, um Ausflüge zu machen. Ich hab mich dafür aber endlich mal etwas um mein Italienisch gekümmert und auch ansonsten ein paar Dinge für die Uni gemacht. Aber am Samstag früh ging es dann auch für mich mal wieder raus aus Trento. Venedig!!! Ich hab mich dort mit ein paar Mädels getroffen, die ich in Siena kennen gelernt hab. Und es war ein wirklich überragend tolles Wochenende! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal zwei Tage durchgelacht habe. Was für ein Spaß! Auch wenn manche Menschen uns wahrscheinlich für sehr unangenehm und unhöflich empfunden haben, da wir wirklich albern waren. Aber was soll’s, schließlich waren wir in dieser Stadt ja auch nur für eine Nacht. :) Venedig selbst war leider nicht so ein Kracher, wie ich gedacht hatte. Das lag vielleicht auch ein Stück weit daran, dass es geregnet hatte. Aber auch sonst würde ich jetzt sagen, dass man das mal gesehen haben sollte, aber ich muss nicht unbedingt gleich nochmal hin. Ein großes Minus bekommt die Stadt sowieso, da wir uns mal richitg über den Tisch haben ziehen lassen. Denn, was muss man in Venedig machen? Richtig, mit einer Gondel fahren. Wir hatten vor der Fahrt noch einen Preis von 55 Euro ausgemacht, der für mich schon an der Obergrenze lag. Nach der Fahrt mussten wir allerdings 150 Euro bezahlen! Unsere geschockten Gesichter kann sich jetzt wahrscheinlich jeder vorstellen. „Netterweise“ ist er dann noch auf 120 Euro runtergegangen, was aber immer noch bedeutete, dass wir das doppelte bezahlen sollten, was eigentlich ausgemacht war. Blöderweise haben wir uns auch viel zu schnell bequatschen lassen und das Geld bezahlt, da wir uns alle in einer Art Schockzustand befanden. Naja, wenigstens hat es unserer Laune eigentlich nicht lange geschadet. Das wäre echt bescheuert gewesen. Wir haben lieber dafür gesorgt, dass das gesamte Hotel die Nacht nicht schlafen kann. ;)

     

In Trento hat es leider die letzten Tage ohne Unterbrechung geregnet. Leider macht es das nicht so einfach die gute Laune zu behalten, aber ich freue mich schon wahnsinnig auf  morgen, denn dann geht es für uns nach ROM!!! :)

Ich bin wieder da! (30.10.2011)

Jaa, der Vorsatz ist damit gebrochen, jede Woche einmal zu schreiben. Aber ich habe eine tolle Entschuldigung: Ich hatte Besuch von den besten Eltern, die man sich nur wünschen kann. Als erstes möchte ich deswegen auch noch einmal danke für die tolle Woche sagen! DANKE! Es ging nur viel zu schnell um. :(

Was die ausgelassene Woche anbetrifft kann ich aber sagen, dass nichts besonderes vorgefallen ist, bis auf die Tatsache, dass ich eben am Freitag Besuch bekommen habe. Mein Sprachkurs hat auch endlich begonnen, aber leider bin ich total enttäuscht, denn die zweieinhalb Stunden sind eigentlich nur Zeitverschwendung, da wir kaum Übungen machen und auch sonst keine Grammatik erklärt bekommen. Das bedeutet, dass auch das auf Selbststudium hinaus laufen wird. :(

Am Freitag war erstmal ganz viel quatschen mit meinen Eltern angesagt. Erst bei mir, dann in einem Cafè auf dem Piazza Duomo und dann wieder bei mir. Als Abendessen hatte ich ein paar typische Dinge aus der Region besorgt, also z. B. verschiedenen  Schinken, Käse, Brot, Oliven und natürlich Wein. Da so eine Fahrt nach Italien ja auch nicht die leichteste Sache der Welt ist, ging es am Freitag früh ins Bett.

Am Samstag haben wir dann erstmal meinen Haushalt aufgefrischt. Über den Wischer und den dazugehörigen Eimer haben sich übrigens alle sehr gefreut. Jetzt können wir sogar die Böden sauber machen! :) Aber natürlich haben wir uns dann erstmal mit Trento  beschäftigt. Eine Schlossbesichtigung (Schloss Buonconsiglio) und viele kleine andere Palazzi in der Stadt haben schon auf uns gewartet. Danach haben wir uns erstmal mit Sprizz gestärkt, um danach in dem (jedenfalls für mich) besten Ristorante zu essen. Yammy, yammy! :) Allerdings hat das dazugeführt, dass wir das Auto für den Heimweg nicht brauchten, denn wir hätten uns auch kugeln können. Das musste mit Wein gefeiert werden. ;)

Nach einer kurzen Samstagnacht ging es am Samstag einmal um den Garda-See. Wir haben Stops in Limone, Sirmione und Malcesine gemacht. Das war schon ziemlich herrlich. Ich hatte ja bisher nur Riva und Limone gesehen, aber auch die ganzen vielen anderen kleinen Städtchen sind alle bezaubernd. Am besten hat mir Malcesine gefallen.

Dann kam der traurigste Tag der ganzen Woche: Montag. Wir mussten getrennte Wege gehen!! Und das auch noch ohne Grund. Denn theoretisch hätte ich ja am Montag in die Uni gemusst, aber, wie sich dann früh rausgestellt hat, war die Uni am Montag und dann auch am Dienstag geschlossen! Das witzige ist, dass ich meinen blöden Sprachkurs am Abend trotzdem hatte. :( Naja, ich hab mir ein paar Teile des Giotto-Towers aus Florenz angesehen, denn dazu gibt es im Moment eine Ausstellung in Trento. Meine Eltern waren bei einer Pilgerstätte und nach meinem Sprachkurs haben wir uns dann alle wieder getroffen. Und was haben wir gemacht? Ja, lecker gegessen! :D

Am Dienstag hat sich das Wetter gedacht, es ist alles so traurig, da hilft nur Regen. Das hätte von mir aus nicht sein müssen, aber wir haben das Beste aus dem Tag gemacht. Das bedeutet, wir waren erstmal Schuhe shoppen. Herrlich! Mir doch egal, wie das Wetter da draußen ist! :-P Aber, um noch ein bisschen Kultur in den Tag zu bringen sind wir nach Bozen gefahren und haben uns den Ötzi angeguckt. Ich hatte das zwar schon mal gesehen, aber da das schon so lange her war, konnten einige Sachen wieder aufgefrischt werden. Außerdem hat das Museum grade ein Jubiläum, wodurch viele Sachen um- und neugemacht wurden.

Durch meinen blöden Sprachkurs (ich muss es immer wieder sagen!), hatten wir am Mittwoch nicht soo lange Zeit, aber wir haben uns erstmal ein Schloss angeguckt, dass die Form eines Schiffes hatte. Das Schloss Besenello war sehr gut wieder hergerichtet und hatte wirklich einiges zu bieten. Danach gab es einen Cappuccino zum aufwärmen und dann ging es ab zur Uni für mich. Am Abend war ich dann auf einer Party.

Okay, jetzt kommt der traurigste Tag der Woche, denn am Vormittag haben sich meine Eltern von mir verabschiedet und ich war wieder allein. Eigentlich war ja auch der Plan am Donnerstag nach Mailand zu fahren, aber der Plan hat sich mal grundsätzlich verändert und ich hänge dieses Wochenende in Trento. Aber, kein Problem, denn französische Parties gibt es auch hier, so z.B. am Freitag. Sehr schön! ;) Auch heute wird wieder gefeiert, allerdings ganz im Sinne der Religion, denn wir feiern Samhain. Ein Fest der Pagan. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, aber ist ja auch erstmal egal. :) Dafür gibt es morgen dann das bekannte Halloween.

     

I am sailing… lalala (16.10.2011)

Und schon wieder ist es Sonntag! Und schon wieder ist Einiges passiert in dieser Woche. Am Mittwoch haben wir zum ersten Mal das Cantinotta ausprobiert. Das ist die eine der zwei einzigen Discos, denn da die Wintersaison begonnen hat, haben die jetzt auch aufgemacht. Die Preise sind der Wahnsinn, aber zum Glück kann man sich als Erasmus-Student auf eine Gästeliste setzen lassen und muss dann wenigstens schon mal keinen Eintritt bezahlen. Ansonsten war es aber gut, denn die Musik hat gestimmt und wir haben sehr viel getanzt. Es gab sogar einen Saxophonisten, der die House-Lieder begleitet hat, was sich richtig gut angehört hat. Ein kleines Problem gab es allerdings, nämlich die Temperatur in den Räumen. Vielleicht gab es mit Absicht keine gut funktionierende Klimaanlage, damit man sich was von den teuren Getränken kaufen muss, um nicht irgendwann abzuklappen, aber es war einfach zu heftig. Als wir uns dann auf den Heimweg gemacht haben, waren wir im Grunde klitsch nass. Freitag haben wir uns sehr spontan entschlossen endlich mal die Seilbahn auszuprobieren. Ich hab zwar überhaupt kein Problem mit der Höhe, aber die Kabine war mir zu klein, für die vielen Menschen, die mit uns da hoch wollten. Da auf dem Berg ein Hotel und ein kleines Dorf ist, wird die Seilbahn als Busersatz benutzt, deswegen konnten wir auch mit unseren Monatstickets da hoch. Aber natürlich hat man, wenn man dann einmal oben ist, einen traumhaften Ausblick.

Naja, da das aber auch alles war, was es da oben gab, ging es sehr schnell wieder runter. Aber einmal die Bergluft geschnuppert, haben wir uns überlegt das runde Denkmal, was man immer auf einem anderen Berg sieht zu erklimmen.

Das war schon etwas anstrengender, denn es gab keine Seilbahn. :) Aber auch von da hatte man einen tollen Blick auf Trento.

Und da das Wetter an dem Tag super war, haben wir da oben noch einigen Blödsinn gemacht, vor allem nachdem wir die alten Kanonen entdeckt haben. :D Ein wirklich gelungener Tag in Trento!

 

Und dann kam aber endlich der Samstag, auf den wir uns schon lange gefreut hatten. Wir hatten einen Segeltrip auf dem Gardasee gebucht. Dafür mussten wir zwar ziemlich früh aufstehen, aber es hat sich definitiv gelohnt. In Riva wurden wir auf zwei Boote aufgeteilt und ich bin mit noch fünf Anderen auf das kleinere Boot gekommen. Das war im Nachhinein auf  jeden Fall besser, denn wir konnten viel mehr mitmachen und haben viel mehr wirklich vom Segeln gesehen. Außerdem war unser Boot viel schneller. :) Deswegen konnten wir auch eine halbe Stunde Pause in Limone machen. Das ist ein kleines süßes Örtchen. Am Ende wurden wir noch von unseren beiden Skippern bekocht. Es gab Pasta in Olivensauce. Und dann war der tolle Tag auch schon rum.

 

Heute wird ein mega Gammeltag, bzw. ich werde ein paar Sachen für meinen Italienischsprachkurs wiederholen und vorbereiten. Der fängt nämlich nächste Woche an und dann ist Schluss hier mit deutsch und englisch. :D

Erkenntnis der letzten Woche: Italien fetzt, viel Italien fetzt viel! :) (11.10.2011)

Die letzte Woche begann eigentlich ganz entspannt und der Unialltag ist langsam wirklich eingekehrt. Leider hat mich eine Erkältung erwischt, die mich Anfang der Woche etwas aus der Bahn geworfen hat. Deswegen wurde der Sprizz auf nur ein Glas pro Tag reduziert und die abendlichen Ausflüge endeten mit dem letzten Bus. Obwohl ich seit Montag einen tollen neuen Freund habe: mein quietsch-grünes Unifahrrad. Unsere Beziehung ist toll. Wenn ich ihn brauche, dann ist er da und wenn ich keine Lust auf ihn habe, wartet er trotzdem ganz geduldig auf mich, ohne beleidigt zu sein. Ein Traum! :-D Wirklich gebraucht habe ich ihn aber erst am Mittwoch, denn da ging es erst zum Tandem-Cafè und danach zur Silent Disco. Das mit dem Tandem war leider nicht ganz so erfolgreich, was einerseits mit der fehlenden Organisation zu tun hatte und andererseits sicherlich auch damit, dass eigentlich niemand wirklich Lust hatte die Sprachen zu lernen, die einen Tisch vorbereitet hatten. Im Angebot waren nämlich englisch (sehr interessant für Italiener und Spanier, aber nicht unbedingt für den Rest), französisch (naja, vorsichtig ausgedrückt, waren daran vor allem die Franzosen interessiert) und polnisch (einfach viel zu schwer, um mal auf die schnelle ein paar Redewendungen zu lernen). An sich muss aber gesagt werden, dass der polnische Tisch am besten vorbereitet war und damit der lustigste Tisch am Abend.

Um neun hieß es dann aber anstehen für die Kopfhörer, denn die Silent Disco sollte bald beginnen. Das war italienisch pur. Man musste einen Ausweis abgeben, um die Kopfhörer zu bekommen. Dieser wurde dann in eine Plastikmappe geworfen. Wenn man sich überlegt, dass ungefähr 200 Menschen (oder mehr, ich hab da nicht so ein gutes Gefühl für) einen Kopfhörer ausgeliehen haben, kann man sich das Chaos am Ende vorstellen, als alle ihre Ausweise wieder haben wollten. Komischerweise habe ich von Niemandem gehört, dass der Ausweis weg war, bzw. wenn dann nur zeitweise. Allerdings hat es geschlagene 3 Stunden gedauert, bis man den Kopfhörer abgegeben hat und den Ausweis wieder bekommen konnte. Zum Glück flippen Italiener nicht so schnell aus, ich glaube, dass es in Deutschland früher oder später zu einer Schlägerei in der Schlange gekommen wäre oder wenigstens die Menschen in der vorderen Hälfte nicht mehr atmen könnten. Die Silent Disco selbst ist eine tolle Idee, um im Sommer in der Stadt eine Party zu feiern, ohne extreme Lautstärke zu verursachen. Am Anfang hatten wir alle die Befürchtung, dass man sich einfach nur bescheuert vorkommt, wenn man auf einem Platz steht, Kopfhörer auf hat und tanzt. Am Ende haben sich aber die Menschen ohne Kopfhörer am komischsten gefühlt. Es war echt witzig. Man konnte auf seinen Kopfhörern immer zwischen zwei verschiedenen Kanälen wechseln. Und es kam, wie bisher auf jeder italienischen Party, auf der ich bisher war, sehr viel House und ansonsten ältere Pop-Musik. Was für eine Party aber super ist, denn jeder kann den Text und es wird umso mehr gefeiert. Bei der Art von Party natürlich besonders witzig, wenn man kurzzeitig mal die Kopfhörer abnimmt. Ich habe auch ein Video gemacht und das ist schon ziemlich komisch. :)

 

Donnerstag haben wir bei mir super-dupa-leckere Cannelloni gemacht. Ich hätte niemals gedacht, dass man überhaupt etwas anderes als Pasta in dieser Küche zubereiten kann. Danach haben wir etwas den amerikanischen Tanzstil kennen gelernt und sind dann noch raus in den Garten gegangen, wo ein paar Andere Fisch gegrillt haben.

Am Freitag bin ich in ein tolles Wochenende gestartet, denn ich habe Lucie, eine Freundin aus Siena, in Florenz besucht. Spontan habe ich diesen Besuch auch noch bis heute ausgeweitet- Studentenleben hat schon was für sich. :) Zu Florenz kann ich eigentlich nur eins sagen: Ich liebe diese Stadt! Und es war mal eine ganz neue Erfahrung am Dom, der tagsüber schon atemberaubend ist, im Dunkeln vorbei zu laufen. Es ist einfach so riiiesig. Als ich mir heute meine Bilder vom Wochenende angeguckt habe, hatte ich fast etwas den Eindruck, wir haben nur gegessen, aber wir haben uns auch auch einiges angesehen. Am Samstag waren wir erstmal auf einem der Märkte unterwegs und haben uns am Ende sogar bequatschen lassen und etwas gekauft. So, wie man das als ordentlicher Touri eben so macht. ;)

Dann haben wir aber den ganzen Nachmittag im Palazzo Pitti verbracht, in dem wahnsinnig tolle Gemälde ausgestellt sind. Ganz abgesehen, von den Räumen selbst, die alle sehr prunkvoll sind. Bilder durfte man zwar leider nicht machen, aber auf sonderbare Weise habe ich auch davon ein paar auf der Kamera gefunden. :)

Dann wurde sich etwas aufgehübscht und wir sind auf eine Studentenparty bei einer französischen Freundin von Lucie gegangen. Sie hat eine tolle WG. Von der Terrasse aus hat man einen tollen Blick auf den Palazzo Pitti. (Obwohl ich sagen muss, dass auch der Blick aus Lucies Dachfenster super war, denn man konnte den Dom sehen. Leider musste man dafür die Trittleiter in das Zimmer holen.)

Auf der Party haben wir sogar ein paar Leute kennen gelernt, die den Sprachkurs in Siena im September gemacht haben. Natürlich war es im August da viel besser. ;) Ansonsten war der Abend zwar sehr schön, aber für mich auch etwas anstrengend, denn alle haben sich auf italienisch unterhalten und ich habe teilweise absolut gar nichts verstanden. Das muss sich ändern! :)

Am Sonntag hatten leider einige Sehenswürdigkeiten zu und wir sind am Ende im Schuhmuseum von Salvatore Ferragamo gelandet. Das war schon ziemlich beeindruckend, vor allem für Jemanden, der zu Schuhen eine kleine Beziehung führt. Die Zeit da drin ging rasend schnell um und wir mussten danach erstmal wieder was essen. :-D

Der restliche Tag ging damit zu Ende, dass wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert sind und uns am Abend ein tolles Tiramisu mit einer Flasche Weißwein gegönnt haben. (Ja, wieder Essen!)

    

Leider musste ich gestern wieder zurück nach Trento, denn ein bisschen ruft die Uni ja doch nach mir. Aber, als ich nach Hause gekommen bin, hat mich ein super Willkommensgeschenk erwartet. Meine tollen Eltern haben mir ein Paket geschickt mit lauter kleinen Gesund-machern. Das bedeutet, die Woche wird wieder voll durch gestartet, und zwar in jeder Hinsicht. :)

Ein besonderer Tag! (05.10.2011)

Heute wird ein ganzer Tag dem besten Mann auf der ganzen Welt gewidmet!

 

Bruder♥, ich wünsche Dir alles, alles Liebe und Gute zum Geburtstag! Ich hoffe, Du lässt es krachen, auch wenn ich weiß, dass das ohne mich nicht einfach werden wird. ;) Aber wir holen das dann zusammen nach. Ansonsten wünsche dich Dir einen tollen Tag, genieß es, heute mal die Prinzessin zu sein und lass Dich ordentlich verwöhnen. :)

Ich vermisse Dich hier! ♥♥

Wie schnell sich alles ändern kann (03.10.2011)

Der Plan nach meinem letzten Eintrag war ja einen eher ruhigen Freitag zu haben, da wir eine Garten-Party in Vela veranstalteten. Naja, aber es musste die Stimmung (meine Stimmung) erst auf einen maximalen Tiefpunkt gebracht werden, damit sie danach wieder steigen konnte. Vielleicht war daran eine gewisse Menge an Flüssigkeit nicht ganz unschuldig, aber ich hatte oberflächlich betrachtet den lustigsten Abend bisher in Trento. Zumal wir uns um elf dann entschlossen haben noch Tanzen zu gehen. Uiuiuiui, zum Glück habe ich an dem Abend keine eigenen Bilder gemacht. ;) Samstag ging es mir leider auch dementsprechend und die Fahrt nach Bozen um 11 Uhr war eine kleine Qual. Aber, nach einem guten Mittagessen ging es dann auch mit mir bergauf. Wir hatten einen tollen Tag, obwohl ich ehrlich sagen muss, dass es mich stören würde, mein Auslandssemester in einer Stadt zu machen, in der alle Menschen auch deutsch sprechen. Es war zwar für den einen Tag in einigen Situationen ganz angenehm, aber man fühlt sich nicht mehr, als wäre man in einem anderen Land. Außerdem habe ich ein bisschen das Besondere in Bolzano vermisst. Tolle Fotos gibt es trotzdem. ;)

    

Und, in Bozen wachsen Kakis!! Ich war begeistert. Leider waren sie noch nicht so reif, ansonsten hätte ich auf jeden Fall welche gemopst. :D

Das wir ein bisschen das gewisse Etwas vermisst haben, kann vielleicht daran liegen, dass sich Niemand vorher Gedanken darüber gemacht hat, was wir uns angucken wollen. Trotz Allem ein toller Tag. Leider waren wir dann schon etwas früher fertig als geplant, mit unserer Stadtbesichtigung, wodurch ich leider keine Zeit hatte, mich mit Ani zu treffen. Ein Mädel, dass ich in Siena kennen gelernt habe. Wir holen das nach!! :) Da meine Begeisterung für das alleine zu Hause sein stark geschrumpft ist, bin ich noch mit zur Fergie, nachdem wir aus Bozen wieder da waren. Eine kleine Runde durch die Stadt und dann hieß es, ab nach Vela. Man könnte denken, dass ich total fertig in mein Bett gefallen bin, aber ich saß dann noch bis um zwei in der Nacht, mit einer meiner Mitbewohnerinnen zusammen. ;)

Aber dann ging es am Sonntag endlich nach Verona. Wow, was für eine schöne Stadt! Schon als wir angekommen sind, haben wir gemerkt, dass das flair ein ganz anderes ist, als in Trento oder Bolzano. Auf unserem Weg lag als Erstes das Amphitheater, welches nach Rom das zweitgrößte in Italien ist.

Und dann konnten wir es natürlich kaum abwarten zu dem Haus von Julia zu kommen, um auch einmal auf dem Balkon zu stehen und uns vorzustellen ein toller Romeo würde unten stehen und uns versprechen, er würde Alles für uns machen. Hach!  :D Das Haus kann man auch wirklich kaum verfehlen, da schon die gesamte Außenwand mit Sprüchen und Herzen bemalt ist.

Wahnsinn, wie viele Menschen sich da in diesem kleinen Innenhof gedrängelt haben. Aber wirklich toll. Und ich denke, dass es romantischer auch kaum noch geht.

So, und das mit der Brust anfassen, war gar nicht so einfach, denn die Menschen, die das machen wollen, sind einfach zu viele. Aber, wie man auf dem Bild sieht, werde ich demnächst nur noch Glück haben. Hahahaha… Als Frau, die Brust anzufassen schien allerdings irgendwie nicht ganz so üblich zu sein, denn die Menschen drum herum haben irgendwie sowas auf italienisch geredet. Aber ich glaube Julia lässt sich lieber von 10 Frauen an die Brust fassen, als von von irgendwelchen anderen Männern, als ihrem Romeo. ;)

Nachdem wir also auf den Spuren von Romeo und Julia gewandert sind, waren wir so ausgehungert, dass wir in einem coolen Retro-Restaurant Mittag gegessen haben. Und weil wir noch nicht genug hatten, sind wir frisch gestärkt zu einem Gelände gegangen, auf dem ein altes Theater stand, eine Kirche und ein Kloster. Das ganze lag an einem Berg und wir sind immer stückchenweise ein bisschen weiter hochgeklettert und hatten einen wunderschönen Blick über Verona.

Zum Abschluss ging es noch zum Schloss, wo wir unsere Zungen mit pinkem Granita gefärbt haben. :)

                                  

Also, alles in Allem ein wunderbares Wochenende, vor allem, weil ich endlich in Trento angekommen bin und gemerkt habe, dass es hier wirklich tolle Menschen gibt. :)

Gucken wir mal, was die nächste Woche so bringt…

Schlafentzug in Trento (30.09.2011)

Jaaa, der Wetterbericht hatte wirklich Recht und wir konnten am Sonntag schön in der Sonne liegen. Das hat leider auch dazu geführt, dass ich am Abend ein Krabbengesicht hatte. ;) Aber der Tag am See Caldonazzo war wirklich herrlich.

Die ESN-Leute hatten sich witzige Spiele ausgedacht, während denen man sich zwar häufig vorkam, wie auf einem riesigen Speed-Dating, aber der Spaßfaktor kam nicht zu kurz. Wir sind mit dem Zug hin gefahren und natürlich auch wieder zurück und dann ging es für mich nur noch nach Hause. Da hat mich dann auch meine neue Zimmermitbewohnerin erwartet. Patricia aus Kamerun. Leider können wir beide nur Sprachen sprechen, die der andere nicht spricht, wodurch die Kommunikation sehr schwer fällt, aber ansonsten ist sie ziemlich nett. Allerdings schläft sie zu viel. ;) Oder ich zu wenig? :D Wo wir bei dieser Woche angekommen wären. Ich habe Patricia drei Tage lang nicht gesehen und dann am dritten Tag auch nur für zehn Minuten, da ich eigentlich nur unterwegs war. Entweder in der Uni oder sonst irgendwo in der Stadt. Vela ist zwar ganz nett, aber so lange das Wetter noch gut ist, kann man ja nicht nur im Zimmer rumsitzen. Tja, und da der letzte Bus nach Vela um 23:08 fährt, bin ich vorher immer unterwegs. Ich hab die Woche ein bisschen Alltagsluft geschnuppert, denn meine Kurse stehen jetzt eigentlich fest und dadurch hat jeder Tag jetzt einen bestimmten Rhythmus. In der Mensa war ich auch schon, was ganz okay ist, aber am Ende eben doch eine Mensa bleibt. Gestern sollte dann eigentlich ein Highlight der Woche stattfinden, dass Tutor-Buddy-Dinner. Wir mussten uns vorher dazu anmelden und alle haben einen riesen Hype darum gemacht. Leider war weder das Essen, noch der Wein wirklich gut. Natürlich hat es trotzdem Spaß gemacht, war nur leider nicht so lecker, wie erwartet.

Da wir natürlich vor allem den Wein immer wieder auf’s Neue testen mussten, konnten wir sehr gut gelaunt in die Bar „Vino e Sensi“ starten. Die einzige Bar, die im Keller eine Tanzfläche hat und damit fast zu einer Stammbar mutiert. ;) Gestern war aber angeblich etwas besonderes, was mir nicht unbedingt aufgefallen ist, aber vielleicht hab ich da auch was verpasst. ;) Natürlich mussten wir mal wieder den Heimweg zu Fuß zurücklegen, aber dafür konnte ich umso besser schlafen. Leider nicht zu lange, denn ich muss mir am See eine Erkältung weggeholt haben, die den gestrigen Abend super fand, um sich weiter zu entwickeln. Naja, ist auch nicht so schlimm, da hab ich wenigstens mal Zeit einen kleinen Text hier zu verfassen. Nachher wollen wir dann eine Garten-Party hier in Vela machen, was sicher lustig wird und vor allem mal sehr entspannt, denn ich bin ja hier zu Hause. ;) Patricia sitzt übrigens grade mit einer Freundin mit mir in der Küche und sie wird ihr dann lange ganz viele kleine, lange geflochtene Zöpfe machen, Braids (ich glaube, dass ist der Name, wenn ich sie richtig verstanden habe). Das wird bestimmt auch interessant. Morgen geht es nach Bolzano und dann am Sonntag nach Verona. Der Balkon von Romeo und Julia wartet auf uns. Außerdem muss man ja wenigstens einmal im Leben an die Brust von Julia gefasst haben. ;)

  

 

Was das für ein Gefühl war, werde ich auf jeden Fall beim nächsten Eintrag berichten. :)

es wird, es wird… (24.09.2011)

So, erstmal ein grosses JUHU!,denn ich habe ein neues Zimmer!! Seit Dienstag wohne ich in Vela, dass ist zwar etwas ausserhalb von Trento, aber gut mit dem Bus zu erreichen und Nachts kann man sogar laufen. ;) Da wohne ich jetzt in einer Wohnung mit zwei Doppelzimmern. In dem einen wohnt Maria, eine Russin, mit Jolanta, einer Lettin. Ich bin in meinem Zimmer noch alleine, aber ich denke mal, dass sich das noch ändern wird. Ist aber auch nicht so schlimm, denn in dem Zimmer sind zwei Schreibtische und ansonsten haben wir eine sehr große Küche. Das Wohnheim in Vela ist bekannt für seine Erasmus-Parties, denn es ist ein grosses Haus, auf einem grossen Grundstück, wo man niemanden stört. Wir werden sehen! ;)

    

Was meine Unierledigungen anbetrifft, kann ich sagen,dass ich eigentlich mit allem durch bin, denn ich habe jetzt jede erdenklich Karte, die man haben kann. Was mir noch fehlt ist mein Busticket, da gab es wie immer Probleme mit meinem Nachnamen. Umlaute sind eine schwierige Sache. :) Ansonsten ist das wirkliche Problem die Kurswahl. Leider gibt es nur einen Kurs auf englisch, den ich nicht machen kann, da er mir auf keinen Fall zu Hause angerechnet wird und der Rest sind alles Kurse auf italienisch. Ein paar ganz wenige lassen die Erasmus-Studenten am Ende die Klausuren auf englisch schreiben, aber auch das sind Kurse, bei denen ich mir noch was einfallen lassen muss, wie man die ähnlich zu Kursen an der Viadrina verkauft. ;) Muss schon irgendwie hinhauen, schliesslich wurde ich ja extra hierher geschickt, weil ich noch nicht wirklich italienisch spreche und das ja hier nicht so ein Problem ist. Also, passt am Ende auch. :)

Am Mittwoch haben wir eine Tour durch ein paar Bars gemacht und haben am Ende sogar eine Bar mit Tanzfläche entdeckt. Das nächste Mal heißt es aber auf jeden Fall mehr auf das Zwiebelsystem beim Anziehen zu vertrauen, denn in einer Kellerbar mit Tanzfläche ist es wie im Tropenhaus. Tja, und wie schon angedeutet sind wir dann in der nacht nach Hause gelaufen, was kein Problem ist, solange man nicht alleine laufen muss.

Gestern Abend standen gleich zwei Dinge auf dem Programm: Da hätten wir einmal den Welcome Drink in San Bartolameo und die „Tour of Trento by night“. Für mich kam nur Letzteres in Frage, denn nach San Bartolameo, in die Nähe von dem Accomodation Office, bekommt mich niemand mehr so einfach. ;)

Freitag ist dann der offzielle Pub Crawl Abend gewesen, der von der Art auch nicht anders war, als die letzten Abende, aber auch super witzig. Es ist Wahnsinn, wieviele Bars es hier gibt. Und die Preise sind auch absolut in Ordnung. (z.B. Shots: 1 Euro, kleines Bier: 1 Euro, grosses Bier: 1,50 Euro und natuerlich Sprizz fuer 2 Euro). Ich glaube, dass ich nach dem Semester hier eine Abhängigkeit gegenüber Sprizz entwickelt haben werde. :D

Am Sonntag machen wir unseren ersten Trip und zwar zum See Caldonazzo. Dort kann man angeblich jede Art von Wassersport machen und da das zum Teil mit zur Uni gehört, soll das dann auch entweder gar nichts oder kaum was kosten. Und der Wetterbericht sagt auch ja! :)

Trento: Start (18.09.2011)

Und ein neuer Abschnitt beginnt: Trentooo!! :) Seit Freitag früh bin ich jetzt hier und ich muss sagen, die Stadt ist wirklich schön. Nicht zu klein und nicht zu groß (116.298 Einwohner), mit einem wunderschönen Stadtkern.

Da meine Eltern so nett waren und mich mit dem Auto nach Trento gebracht hatten, konnte ich also so viel Gepäck mitnehmen, wie ich nur wollte – super geil! :) Außerdem war ich natürlich auch mobil, denn die es mussten ja gleich erstmal ein paar wichtige Dinge geregelt werden. Als erstes sind wir dann auch gleich zum Opera Universitaria Office gefahren, um meinen Mietvertrag zu unterschreiben und die Schlüssel für meine Wohnung zu bekommen. Das ging an sich ganz gut, wenn auch etwas umständlich, aber daran bin ich ja nun schon gewöhnt. Denn ich habe erstmal keinen Vertrag bekommen, sondern einen Einzahlungsschein, mit dem ich zur Bank musste, um die Kaution zu bezahlen. So läuft das übrigens dann auch mit der Miete – jeden Monat mit dem Zettel und Bargeld (nein, bei deiner Bank kann man das nicht von einem Konto auf ein anderes überweisen ;) ) zur Bank und das Geld einzahlen. Nachdem das erledigt war, ging es wieder zurück zum Büro und ich hab meinen Mietvertrag und den Schlüssel bekommen. Jaaaa, und ab da ging für diesen Tag dann eigentlich der Horror los. Ganz kurz waren wir dann auch in der Wohnung. Ich habe ein Doppelzimmer in einer Wohnung in der Stadt bekommen, was an sich nicht schlecht wäre, wenn uns nicht schon bei dem kurzen Besuch die vielen Tiere und der Dreck aufgefallen wäre. Aber wir mussten erstmal zum Erasmuss Office, denn Freitag ist Mittag Schluss mit Öffnungszeiten. Dort wurde mir dann erklärt, dass meine Registrierung nicht geklappt hat und ich somit an der Uni eigentlich gar nicht existiere. Komischerweise habe ich aber eine Immatrikulationsbescheinigung bekommen, mit der ich mir meinen Codice Fiscale abholen konnte. Das lief sehr reibungslos und ging auch relativ schnell. So, und dann wieder in die Wohnung, denn wir hatten uns auf eine große Putzaktion eingestellt. Aber: Nachdem wir in die Wohnung gekommen waren, sind uns wieder die ganzen Krabbeltiere aufgefallen, die sobald man das Licht angemacht hat, wie wild in alle Richtungen gerannt sind. Ja, es waren Kakerlaken und sie waren überall. Auf dem Boden, in den Schränken, im Bett und vorallem im Kühlschrank. Als mein Vater den aufgemacht hat, hat mich echt der Schlag getroffen. Mal ganz abgesehen davon, dass da noch altes und vergammeltes Essen drin war, waren da auch Tausende von diesen Viechern. Es stand fest, dass sich das Putzen damit erledigt hatte. Leider war es schon nach 12, das Büro hatte also eigentlich zu, aber wir haben es trotzdem erstmal da probiert und hatten Glück. Es waren noch Menschen da. Die Reaktion war allerdings auch zu geil: „Wir haben geschlossen, Montag geht es dann weiter und vorher muss sowieso ein Beschwerdeantrag im Internet ausgefüllt werden.“ Ja, und bis Montag??!! Ich werde garantiert keine einzige Nacht (oder eine Minute zu einer anderen Zeit) in diese Wohnung zurück gehen. Nachdem wir also Stress gemacht haben, hat man uns dann eine kleine Sprayflasche angeboten, mit der man Ameisen besprühen kann. Hahaha! Nein, danke! Das sind Kakerlaken!! Dann hieß es, dass am Montag ein Reinigungstrupp in die Wohnung geht und sauber macht. Aber nochmal, erstens: was mache ich bis Montag und zweitens: putzen kann ich auch alleine. Irgendwie hat/wollte niemand verstehen, dass ich nie wieder in diese Wohnung zurückgehen werde und ich ein anderes Zimmer will. Endlich haben wir uns dann darauf geeinigt, dass ich ein Zimmer im Wohnheim San Bartolameo bis Mittwoch bekomme und am Montag die Wohnung sauber gemacht wird. Wahrscheinlich denken sie, dass ich dann dahin zurück gehe. Werde ich aber nicht. Das Zimmer, dass ich jetzt erstmal habe, ist dafür wirklich gut. Sauber und ein Einzelzimmer. Am liebsten würde ich es behalten. ;) Morgen werde ich dann da wieder auf der Matte stehen und mal gucken, was dann passiert. Zum Glück habe ich Lorella, sie ist meine Tutorin hier und wird mir dabei helfen. Ich bin gespannt, was das morgen für ein Tag wird. Zimmer muss geregelt werden, Uni muss geklärt werden und meine Kurse muss ich auch mal wählen, denn theoretisch fangen die Vorlesungen ja am Montag an. Wir werden sehen…

An sich, war das Wochenende aber sehr schön. Am Samstag haben wir schon mehr von der Stadt gesehen und das, was ich gesehen habe, gefällt mir. :) Am Abend habe ich dann auf dem Piazza Duomo die ESN-Gruppe gesehen und mich angeschlossen, denn ich hab zwei Mädels aus Siena wieder entdeckt. Alle sind wir dann in eine Bar gegangen und haben ein Willkommensspiel gemacht (hahaha) und uns kennengelernt. War echt super, dass ich die beiden da gesehen hab. Eigentlich hatten wir uns auch für heute verabredet, um mit der Seilbahn zu gucken, wie Trento von oben aussieht, aber das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. :( Es regnet! :( Also mal gucken was der Tag noch so bringt und wie es morgen weiter geht. :)

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