Rohkostmonat – Tag 23

Nun ist es schon fast geschafft! Noch eine Woche im Rohkosthimmel und dann wird es wieder warme Speisen geben. Ich denke dabei mit einem lachendem und einem weinendem Auge an das Ende. Zum einen macht es mir total Spaß neue Rezepte auszuprobieren, von denen man immer nur denkt, dass sie sowieso nicht schmecken werden. In den meisten Fällen war ich aber sehr positiv überrascht. Dadurch, dass mir das Essen die ganze über gefallen hat, viel es mir bisher sehr viel einfacher durchzuhalten. Auf der anderen Seite ist es aber schon so, dass ich nur empfehlen kann, sich einzusperren. Die meisten Mahlzeiten esse ich zusammen mit meiner Familie (die sich eigentlich sehr bemühen mich zu unterstützen) und es gelingt mir während des Essens eine sehr positive Einstellung zu meinem Rohkostteller aufzubauen. Es gibt aber in anderen Momenten des Tages Augenblicke, wo ich super Appetit auf irgendwas habe. Was aber natürlich nicht geht, da fast alles dann gekocht werden müsste. So viel also erstmal zu meiner derzeitigen Einstellung. Zusammengefasst kann man im Moment sagen: alles schön und gut, aber ich freue mich auch drauf, wenn es vorbei ist. Und jetzt ein kleines Eingeständnis: ich werde heute frühzeitig mit der Rohkostzeit aufhören. Ich bin gerade auf dem Weg zu einer Freundin nach München. Wir werden ihren Geburtstag feiern und ich habe dabei keine Lust diejenige zu sein, die immer sagt: nein danke, das darf ich nicht essen. Also ist erstmal Schluss. Aber ich habe mir vorgenommen, mich weiterhin mit gesundem Essen zu beschäftigen und habe während der ganzen Zeit ganz tolle Rezepte und Anregungen gefunden. Die Ergebnisse wird es dann auch immer mal wieder zu lesen geben.
Nun zu den „Highlights“, die ich seit dem letzten Eintrag zubereitet hab.
Da wäre einmal ein grüner Smoothie. Ich habe einfach ein Salatherz, einen Apfel, eine Birne, etwas Zitronensaft, eine Banane und einen Löffel Erdmandeln in der Küchenmaschine klein gemixert und schon war das gute Ding fertig. Sieht nicht lecker aus, war aber wirklich toll! Nur zu empfehlen und natürlich auch mit anderen Zutaten perfekt. Ich würde allerdings empfehlen wirklich einen Mixer zu benutzen, da die Küchenmaschine den Inhalt dann doch nicht so klein hexelt und keine richtige Smoothiekonsistenz herrscht.
Eine weitere „Attraktion“ ist das rohe Brot. Dafür werden einfach 1 1/2 Tassen Leinsamen in genauso viel Wasser für 15 min eingeweicht. Dann wird das ganze mit 4 Tassen gemahlenen Mandeln gemischt. Außerdem kann man noch Knoblauch oder Zwiebeln dran machen. (Habe ich aber weggelassen.) Zum Schluss wird der Teig mit allen gehackten Kräutern vermischt, die man so mag. Ich habe dafür die Kräuterinsel meiner Mutti geplündert und nebenbei gleich noch was gelernt. Ich persönlich mag auch ganz gern den Geschmack von getrockneten Tomaten (solange sie mini-klein gehackt sind), also habe ich auch davon noch ein paar rangemacht. Dann noch salzen und fertig. Manche machen Sojasoße ran. Die habe ich aber auch weggelassen. Das ganze muss richtig ordentlich durchgeknetet werden. Danach den Teig zu einem Brotlaib formen und dann davon Scheiben abschneiden. Die auf ein Backblech legen und dann in den Ofen damit. Rohkost heißt ja, dass die Nahrungsmittel nicht über 45 Grad erhitzt werden dürfen. Da die meisten Backöfen erst ab 50 Grad loslegen, habe ich einfach einen Topflappen zwischen die Tür geklemmt, damit das mit der Temperatur ungefähr hinkommt. Dünne Scheiben brauchen dann zwischen 2-3 Stunden bei Umluft. Als ich das Brot frisch gemacht hatte, habe ich es mit Tomate und Avocado belegt und es war wirklich lecker. An nächsten Morgen habe ich dann Gurke und Tomate probiert und es hat mir überhaupt gar nicht geschmeckt. Mir wurde richtig etwas übel davon. Ich habe es dann noch mal probiert und musste feststellen, dass das echt nichts so für mich ist.
Gestern habe ich mich dann an eine Paprika-Tomaten-Suppe gewagt. Die wird auch mit dem Mixer zubereitet, damit die Konsistenz stimmt. Einfach Paprika, Tomaten und wer möchte, Knoblauch in den Mixer und klein pürieren. Dann noch ein paar Datteln und Cashewkerne dazu, das ganze mit Kräutern gewürzt und fertig. Meine Eltern waren der Meinung, dass das dich ganz lecker war. Ich konnte es nicht essen. Ich muss aber zugeben, dass das auch daran liegen könnte, dass ich einfach keinen Appetit mehr auf kalte Speisen hatte, die man eigentlich warm ist.

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