Internationaler Frauentag

Ach ja Leute, versteht mich bitte nicht falsch. Es gibt hier keinen Eintrag zum Frauentag like „Frauen an die Macht“ oder „Alle Männer sind schlecht, wir müssen uns wehren“. Es nervt mich nur ein bisschen, dass Tage, wie der Valentinstag in unserer Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit bekommen, als ein Tag, der wirklich historisch wichtig ist.

Den Weltfrauentag gibt es seit dem ersten Weltkrieg und es geht nicht darum, ein paar Herzchen zu verschenken, sondern um das Wahlrecht und die Gleichberechtigung von Frauen. Allein die Tatsache, dass der Tag uns Frauen heute nicht mehr so wichtig zu sein scheint, zeigt ja auch schon, dass das Gejammer, wenn es um die Gleichberechtigung der Frauen geht, auf hohem Niveau statt findet. Versteht mich nicht falsch, ich denke auch, dass Männer und Frauen auch heute noch nicht gleich behandelt werden. Aber manchmal stellt sich doch die Frage: Wollen wir Frauen das denn wirklich auch zu 100%?Ist es nicht so, dass wir ein Stück weit auch immer mehr unsere Weiblichkeit verlieren und den Männern ihre Männlichkeit nehmen? Denn zumindest für mich hört sich die gesamte Geschlechterdiskussion häufig so an, als sollten wir Frauen zu den besseren Männern gemacht werden.

Dabei hat sich selbst Sigmund Freud schon die Zähne an uns ausgebissen: „Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau eigentlich?“.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich auf keinen Fall ein neuer Mann sein möchte. Und schon gar nicht ein besserer. Und noch weniger möchte ich alles machen, was Männer so machen. Ich finde es gut, dass alleine aus dem Grund, weil ich eine Frau bin, ich z.B. nicht den Garten umgraben muss oder ich mich an den Grill stellen soll. Und das, Achtung!, obwohl ich es könnte, wenn ich müsste. Genauso gut, kann ich mir vorstellen, dass Männer einige der Dinge, die wir Frauen so machen gar nicht machen wollen, und dass obwohl auch sie das hinbekommen würden, wenn sie es müssten.

Es gibt Unterschiede zwischen den Geschlechtern, denn ansonsten hätten wir alle unsere kleinen oder größeren Probleme nicht miteinander. Aber stören diese Unterschiede am Ende wirklich oder sind sie nicht eher aufregend? Ich bin definitiv für Letzteres.

Der Gedanke, ob diese Unterschiede uns daran hindern, die gleichen Jobs auszuführen, ist aber ein ganz anderer. Und trotzdem doch eigentlich gar nicht wichtig.

Meiner Meinung nach, ist es einfach nur wichtig, gleiche Grundvoraussetzungen zu schaffen, sodass jeder Mensch, dass machen kann, was er möchte und was für ihn das Richtige ist. Und dabei ist es egal, ob es sich um den Unterschied zwischen Männern und Frauen, Ossis und Wessis oder Deutschen und Ausländern handelt, um das mal auf Deutschland zuzuspitzen. Jeder sollte als Mensch angesehen werden und dann mit seinen Möglichkeiten erreichen können, was erreichbar ist.

Also ihr seht, ein Thema, dass wenn man wirklich drüber nachdenkt, viel Diskussionsbedarf in sich trägt, genauso wie eine Menge Zündstoff.

Think about it!

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