Iguazú – der absolute Wahnsinn!

Wieder einmal sitzen wir im Bus und ich nutze die Zeit, um einen Eintrag zu schreiben. Diesmal ist es allerdings unsere letzte Busfahrt! :-/
Nachdem wir am Dienstag in Iguazu angekommen waren, haben wir unser Zimmer bezogen und mit unseren Familien geredet. In unserem Zimmer habe ich dann Fabio kennengelernt. Ein Italiener aus TRENTO! :) Wie klein die Welt doch ist. Wir haben uns ein bisschen über Trento und Italien unterhalten. So cool! Vor allem weil Fabio total italienisch war in seiner gesamten Art. Das er also mit dem gesamten Körper geredet hat, sollte klar sein. ;) Wir mussten uns unbedingt noch auf Nahrungssuche begeben und haben sogar einen Minisupermarkt gefunden und konnten ein paar Dinge zum kochen besorgen. Gekocht wurde in einem anderen Hostel, dafür durften die Leute von da unseren Pool mitbenutzen. Es gab genau zwei Herdplatten, die bis kurz vor halb 11 besetzt waren. Dann durften wir ran und wir haben sogar noch vor 23:00 angefangen zu essen. Wir saßen dann noch ewig rum und haben gequatscht und sind viel zu spät ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen wurden wir dann mit Müdigkeit bestraft, aber wir sind trotzdem gut gelaunt in den Tag gestartet, denn es ging zu den Wasserfällen. Im Park haben wir erst die beiden verschieden Wege abgearbeitet und ich war total beeindruckt. Es war einfach der absolute Wahnsinn! Nicht nur die Wasserfälle, auch die gesamte Atmosphäre. Man hat sich gefühlt wie in einem Tropenhaus und geschwitzt wurde die ganze Zeit am ganzen Körper. Das war schon etwas eklig, ging aber wirklich jedem so. Und die gesamte Geräuschkulisse war so heftig. Da war das Rauschen der Wasserfälle, dann das Zwitschern der Vögel, das Zirpen der Grillen und zusätzlich hat es immer irgendwo geraschelt. Und Schmetterlinge gab es total viele. Meine Augen wurden immer größer. Einfach so schön! Nachdem wir die Rundwege abgelaufen waren, sind wir zur Bootsanlegestelle und konnten nun vom Wasser richtig nah an die Wasserfälle ran. Ich war beeindruckt, wie viel Kraft Wasser hat. Wir sind nie richtig unter einen Wasserfall gefahren, aber manchmal hatte man das Gefühl, dass man komplett unter Wasser war und das Atmen war vor lauter Wasser nicht mehr richtig möglich. Natürlich waren wir danach klitschnass und mussten erstmal ein bisschen trocknen. Das haben wir verbunden mit Brötchen und Eis essen. Das fanden die Nasenbären auch super und Nicola wurde von einer ganzen Herde befallen. :) Komisch war, dass wirklich nur Nicola interessant war, obwohl um sie herum ja auch andere, wie ich, gegessen haben. Zum Abschluss wollten wir noch mit dem Zug zur Garaganta del Diablo hoch fahren, aber wir waren 10 Minuten zu spät. Der letzte war grad abgefahren. So ein Mist! Da haben wir echt das Highlight auf dieser Seite verpasst! :( Nicola meinte, dass das ganz anders war, als sie das letzte mal da waren und deswegen haben wir uns auch vorher überhaupt keine Gedanken darüber gemacht. Naja, wir konnten es nicht ändern, also sind wir zum Bus gefahren und dann wieder in die Stadt. Mit großer Hoffnung heute eher zu essen, waren wir wieder im Supermarkt und sind dann in die andere Küche. Eine Gruppe von Isrealis war aber gerade dabei in Festmenü zu veranstalten und die zwei Herplatten waren für die nächsten drei Stunden besetzt.
Ganz Iguazu war voll von Isrealis, was ziemlich komisch ist, denn auf der ganzen Reise haben wir vorher nicht einen getroffen und die, mit denen wir uns in Iguazu unterhalten haben, haben auch immer erzählt, dass sie Argentinien oder/und Südamerika bereisen. Aber wo seid ihr denn sonst? Komisch… Aber ich war die gesamte Reise über auch verwirrt, weil ich nicht einen Asiaten gesehen habe. Sonst kommt man bei Touristenattraktionen ja auch nicht an ihnen vorbei. Alles verkehrte Welt hier in Argentinien. :)
Bei uns gab es an dem Abend Nudeln und Tomatensoße. Schnell, einfach und günstig. Da wir letzte Nacht so wenig geschlafen hatten und am nächsten Tag wieder früh raus mussten, wollten wir eher ins Bett. Allerdings haben wir die Rechnung ohne unsere israelischen Jungs gemacht. Die wollten nämlich an dem Abend gar nicht schlafen, sondern nur Party machen. Das sah dann am Ende so aus, dass ständig jemand rein kam, um auf dem super Klo, wo man die Tür nicht zumachen konnte, entweder zu kotzen oder zu pinkeln. Später wurden noch alle wachen Hostelbewohner dazu eingeladen in unserem Zimmer rumzuschreien. Was alles blöd, aber nicht zu ändern gewesen wäre, wenn das Hostel nicht so tolle Voraussetzungen für Partys hätte. Denn es gab einen riesigen Raum mit Sofas, Billardtisch und viel Platz, wo sie hätten feiern können. Zumal man in diesem Raum stand, wenn man aus unserem Zimmer zur Tür raus kam. Nach einem verzweifeltem Wutausbruch von Nicola, wurde es kurzzeitig etwas still und die Chance wurde zum Einschlafen genutzt. ;)
Nach dieser super Nacht, waren wir am nächsten Morgen also nicht viel frischer, trotzdem ging es mit vollem Elan zum Busbahnhof, denn heute wollten wir nach Brasilien, um uns die Wasserfälle von der Seite anzusehen. Das hat natürlich mal wieder einiges gekostet, aber das war es wirklich Wert. Der Blick auf die argentinische Seite ist atemberaubend! Ich war total fasziniert. In Brasilien gab es nur einen Pfad zum laufen, aber mehrere Plattformen, durch die man richtig nah an die Wasserfälle ran kam. Da war es dann auch gar nicht mehr so schlimm, dass wir am Tag zuvor nicht oben auf dem Riesenwasserfall waren. Während man für die argentinische Seite schon einen ganzen Tag einplanen muss, haben wir auf der brasilianischen Seite nur drei Stunden gebraucht. Man hätte dort auch noch länger bleiben können, denn es gab verschiedene Stationen, z.b. für Rafting oder andere Aktivitäten. Aber erstens hatten wir auf der anderen Seite eine Bootstour gemacht und zweitens kostet auch alles extra. Wir sind lieber wieder zurück, haben unsere restlichen Nudeln gegessen, Nicola war noch einmal schwimmen, dann wurde das letzte mal in dem ekligsten Bad der Reise geduscht, wir haben uns noch von einem Taxifahrer übern Tisch ziehen lassen, bevor wir jetzt im Bus nach Buenos Aires sitzen. Die letzten Tage haben also begonnen, bevor es für mich am Dienstag wieder zurück nach Deutschland geht. Es heißt also noch einmal alles rausholen, was geht. :)

Hier erst ein paar Bilder von der argentinischen Seite und dann natürlich auch von der brasilianischen Seite:

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