Action in Mendoza

Diesen Eintrag schreibe ich grade im Bus, denn wir fahren gerade von Mendoza nach Salta. In Mendoza sind wir am Donnerstag angekommen. An dem Tag ist nicht so viel spannendes passiert, denn wir haben uns erstmal ein Hostel gesucht. Das hat eine ganze Weile gedauert, denn in unserem „Wunschhostel“ hätten wir erst am Freitag rein gekonnt. Allerdings ist dort irgendetwas durcheinander gelaufen und wir konnten am Ende doch schon am Donnerstag dort einziehen.
Nachdem das alles geklärt war, haben wir nur noch einen Stadtrundgang gemacht und uns dann was zu essen gesucht. Man glaubt es kaum, aber wir haben wirklich Sushi in Argentinien gegessen. ;) Aber man kann ja auch nicht ständig Pizza oder Schnitzel bzw. Grillfleisch essen.
Am nächsten Tag ging es dann auf eine Weintour zu drei verschiedenen Bodegas, einer Olivenölfabrik und einem kleinen Betrieb, der Schokolade, sämtliche Pasten und Liköre herstellt. Natürlich jeweils mit Verkostungen. :)
Die erste Bodega hieß José López und gehört zu den ältesten. Dort wird der Wein auch noch in Holzfässern gelagert. Die Führung war am besten zu verstehen im Vergleich zu den anderen. Dort hat man wirklich gut erklärt bekommen, wie der Wein hergestellt wird und welche Unterschiede es gibt. Probiert haben wir dort einen Rotwein und einen Sekt. Lecker!
Danach ging es weiter zu einer sehr modernen Bodega, Vistandes. Holzfässer hat man da vergeblich gesucht. Die Führung war auch sehr gut, aber der Mann hat so schnell geredet, dass die Argentinier sein Spanisch kaum verstanden haben und beim englisch genauso. Der Wein war allerdings sehr gut. :)
In der Olivenölfabrik war es leider etwas langweilig, denn im Moment wird nicht produziert. Dadurch hatte man das Gefühl, dass man in einem Museum war und nicht in einem modernen Unternehmen. Aber auch das war mega lecker und die Führung war auch gut zu verstehen.
Die letzte Bodega war ein kleiner Familienbetrieb und dort wurde der Wein biologisch hergestellt. Dort standen die einzelnen Prozesse gar nicht so sehr im Vordergrund, sondern mehr die Geschichte. Alle Weine sind z.b. einzelnen Familienmitgliedern gewidmet und sollen deren Charakter widerspiegeln. Und es war die einzige Bodega, in der wir unter allen dort hergestellten Weinen frei wählen konnten, welchen wir probieren wollten. Die meisten haben sich aber trotzdem an den typischen Wein für Argentinien und diese Region gehalten, den Malbec. So auch ich und es war der beste Wein, den ich an diesem Tag probiert habe. Vielleicht auch weil wir bei über 30 grad schon mehrere Gläser hinter uns hatten. ;)
Die letzte Station war eigentlich als Schokoladenfabrik in der Tour beschrieben, aber dort gab es eigentlich alles, was man selbst herstellen kann. Schokolade inklusive, aber auch verschiedene Olivenpasten, andere Brotaufstriche, Marmeladen, Dulce de Leche und auch Schnaps bzw. Likör. Wir haben uns jeweils einen geteilt und der Eine, übersetzt „russischer Tot“ war echt die Hölle, denn er war mit Tabasco und hat extrem für Feuer im Mund gesorgt. Da kam der zweite „Schokolade Banane“ genau richtig, um den Mund wieder etwas zu neutralisieren.
Nachdem wir also den ganzen Tag gegessen und getrunken haben, ging es wieder zurück ins Hostel.
Ein an sich gelungener Tag, auch wenn wir wohl zu spüren bekommen haben, dass es nicht immer einfach ist 24/7 aufeinander zu hocken, egal, wie gut man sich eigentlich versteht.
Am Samstag ging es dann frisch und munter früh in die Berge, denn es stand Rafting auf dem Plan. Wir hatten etwas Pech mit dem Wetter, denn es war total bewölkt und nicht unbedingt warm. Im Boot wird man dann ja komplett nass, was dazu geführt hat, dass wir am Ende unsere Füße nicht mehr gespürt haben und richtig durchgefroren waren. Da konnte auch der heiße Guide Gerardo nicht mehr viel dran ändern. ;)
Zum Glück konnten wir uns dann warm Duschen und hatten danach noch zeit, um die Sachen trocknen zu lassen. Dafür kam sogar die Sonne raus und wir konnten noch gemütlich am Pool rumgammeln. Am Abend haben wir es dann gewagt im Hostel zu kochen, was zu leckerer Pasta geführt hat.
Dann war auch schon Sonntag und mir ist mein Magen immer weiter in Richtung Kniekehle gerutscht, denn nun hieß es für mich Gleitschirm springen. Nicola konnte leider nicht mitmachen, dafür habe ich aber ein tolles Video von meinem Flug. Danke! :) Und im Nachhinein kann ich nur sagen, dass ich das sofort noch einmal machen würde. Es war so toll! Einfach der pure Wahnsinn! Mehr kann man eigentlich nicht beschreiben. Aber auf der ganzen Reise war das mit Sicherheit bis jetzt mein Highlight.
Nach dem Mittagessen haben wir uns wieder nach etwas außerhalb von Mendoza begeben, nämlich auf eine Pferderanch. Auch hier hatte ich nicht so ein gutes Gefühl, denn mal abgesehen davon, dass Pferde nicht unbedingt zu meinen Lieblingstieren gehören, kann ich im Grunde nicht reiten und Respekt habe ich vor diesen Tieren auf jeden fall auch. Aber ich habe dann ein absolut schönes Pferd bekommen. Maja, eine eigensinnige Stute, hat sich nicht von den anderen Pferden mitreißen lassen, sondern ich musste ihr immer absolut klar machen, wie und wohin wir jetzt wollen. Aber am Ende waren wir ein super Team und es hat wirklich auch Spaß gemacht. Zumal die Kulisse in den Bergen mit Sonnenuntergang schon toll war. Während der Tour gab es aber auch einen Zwischenfall, bei dem ein Junge von einem Hengst geworfen wurde, was mir gleich wieder gezeigt hat, dass ich das bestimmt nicht gleich morgen wieder machen werde. Zumal mein Hintern das am nächsten Tag auch gar nicht zugelassen hätte. ;)
Leider hat auch den Programmpunkt Nicola nicht voll mitmachen können, denn ihr Pferd war total unruhig und sie ist dann mit einem der Reiter zurück gegangen, da es gut hätte passieren können, dass es sie abwirft. Super schade und voll blöd…
Wir haben dann noch ein Asado mitgemacht, also ein argentinisches Grillen, was ganz lecker war. Der Abschluss des Tages bildete dann die Rückfahrt mit viel Gesang im Bus. Wir hatten definitiv Spaß! :)
Ja und Montag ging es auch schon wieder auf die Reise. Wenn alles gut geht, dann sind wir nach einer 19stündigen Busfahrt in Salta. Also Dienstag früh. :)
Und dann sind wir dort mit dem Auto unterwegs und erkunden die Gegend. Aber davon wieder mehr, wenn es auch wirklich passiert ist.

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